Beanspruchungsarten

ContiTech MEGI®: Technik

Beanspruchungsarten

Druck

Druck

Beanspruchte Megi-Elemente werden angewendet, wenn eine harte Lagerung erwünscht ist und große Lasten auftreten. Für eine Festigkeit der druckbeanspruchten Federn ist nicht die Druckspannung maßgebend, sondern die durch die Verhinderung der Querausdehnung in den einzelnen Höhenschichten auftretenden Schubspannungen. Diese sind an den äußeren Hafträndern am höchsten.

Um kleinere Federwege bei gleicher Last zu erreichen, werden Schichtfedern mit einvulkanisierten Zwischenblechen verwendet. Die Federkennung läuft bis ca. 15% Zusammendrückung linear, bei größeren Zusammendrückungen wird sie stark progressiv.

Schub

Schub

Auf Schub belastete Megi-Elemente werden bei mittlerer Belastung angewendet, wenn große Federwege erwünscht sind. Bei reiner Schubbelastung ergibt sich ein geradliniges Kraft-Weg-Diagramm.

Wenn die Gummielemente eine große Höhe zwischen den Metallteilen aufweisen, jedoch nur einen kleinen Querschnitt haben, können zusätzliche unerwünschte Biegespannungen auftreten, die eine degressive Federkurve bewirken und die Dauerfestigkeit beeinträchtigen.

Druck-Schub

Druck-Schub

Schub-Druck beanspruchte Elemente werden bei hohen und mittleren Belastungen verwendet, wenn gleichzeitig große Federwege gewünscht werden. Dieses kann durch paarweise, winklig angestellte Einzelelemente oder mit Keil- und Konuslagern erreicht werden.

Besonders Keillager haben eine völlig gleichmäßige Schub-Druck-Spannungsverteilung im Gummi, so dass schädliche Biegespannungen vermieden werden können.

Dreh-Schub

Dreh-Schub

Zur elastischen Aufnahme von Drehmomenten finden Megi-Buchsen als Verdrehfedern technische Anwendung. Wird das Außenrohr gegenüber dem Innenrohr verdreht, so tritt eine Schubbeanspruchung im Gummi auf.

Je größer die Gummipolsterhöhe zwischen Innen- und Außenrohr, um so kleiner ist die Verdrehsteifigkeit der Buchse.

Zug

Zug

Wird ein Gummikörper mit anvulkanisierten Metallplatten auf Zug beansprucht, so ergibt sich infolge der Volumenkonstanz eine Einschnürung.

Besonders an den Rändern der Metallteile entstehen schädliche Spitzenspannungen, die bei dynamischer Beanspruchung die Dauerfestigkeit stark herabsetzen. Abgemildert werden kann dieses durch eingeschnürte Elemente mit vergrößerter Haftfläche. Jedoch sollten Zugspannungen nach Möglichkeit vermieden werden.